Wie schütze ich mich vor Bazillen?

Im Herbst und Winter, wenn wieder viele Menschen krank sind, fragen sich die noch gesunden Menschen, wie sie sich am besten vor Bazillen schützen können. Bazillen gehören zu der Gattung der Bakterien, wobei Bakterien keine Viren sind. Dies ist wichtig zu wissen, da bei viralen Erkrankungen keine Antibiotika helfen, um den Krankheitsverlauf zu beeinflussen. Bei einer bakteriellen Erkrankung verordnen viele Ärzte bei Bedarf ein Antibiotikum, um die Krankheit zu lindern bzw. diese zu heilen. Zu diesen Krankheiten gehören Erkrankungen wie Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Otitis externa (Außenohrentzündung), Listerien oder auch Salmonellen und Enterokokken. Symptome dieser Erkrankungen können Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Rötungen oder auch Eiterherde sein. Ein Arztbesuch ist immer notwendig und andere Familienmitglieder müssen sich dringend vor einer eventuellen Ansteckung mit diesen Bazillen schützen.

Wenn bekannt ist, dass Bazillen in der Schule, im Kindergarten, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft aufgetreten sind, sollte möglichst versucht werden, sich vor diesen Bazillen zu schützen. Dennoch gibt es keine Maßnahmen, die garantieren können, dass eine Ansteckung zu 100% vermieden werden kann. Bazillen verbreiten sich durch die Luft, sie befinden sich im Wasser und im Boden und benötigen viel Feuchtigkeit, um sich fortpflanzen zu können. Dies wissend, macht es für die Menschen einfacher, Vorkehren zu treffen, um nicht zu erkranken.

In vielen Haushalten werden täglich prophylaktisch Hygienemittel (z.B. Sagrotan oder ähnliche Mittel) genutzt, die Bazillen binnen Minuten abtöten. Dies sollte jedoch nur dann geschehen, wenn tatsächlich eine Erkrankung nachgewiesen wurde. Es empfiehlt sich, das Mittel auf Gegenstände zu sprühen (Achtung: Einwirkzeit dringend beachten!), die täglich genutzt werden. Dazu gehören die Türgriffe in der Wohnung, Waschbecken und Wasserhähne, die Toiletten, Duschen sowie Badewannen, aber auch die Handläufe am Treppengeländer. Ein optimaler Schutz wird dann erreicht, wenn das Aufsprühen und Reinigen mehrmals am Tag ausgeführt wird. Außerhalb des Haushalts sind besonders die Griffe an Einkaufswagen zu reinigen, selbstverständlich auch die öffentlichen Toiletten (Tipp: zusätzlich auf die Toilettenbrille Toilettenpapier legen, um die Ansteckung weiter zu minimieren).

Weiterhin kann auf das traditionelle Händeschütteln bei Begrüßung und Verabschiedung verzichtet werden. Außerdem ist es ratsam, mehrfach am Tag die Hände mit einer desinfizierenden Seife zu waschen. Zudem sollten die Hände niemals mit den Schleimhäuten im Gesicht (Mund, Nase) in Berührung kommen, um eine eventuelle Ansteckung bereits im frühen Stadium zu unterdrücken. Weiterhin kann ein Mundschutz helfen, die Erkrankung nicht durchleben zu müssen – dennoch gibt es dafür keine Garantien. Ist es doch zu einer Ansteckung gekommen, empfiehlt sich ein Arztbesuch.

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