Stauballergie – was kann ich tun?

Bei der weit verbreiteten Stauballergie handelt es sich weniger um eine allergische Reaktion gegen Hausstaub als vielmehr eine Überempfindlichkeit gegenüber den Ausscheidungen der Hausstaubmilbe
Hausstaubmilben halten sich in allen textilen Stoffen auf, bevorzugt in Matratzen, Teppichen, Gardinen, Vorhängen und Auslegewaren. Durch die Raumluft wird der Milbenkot verbreitet und gelangt so in die Atemwege. In Deutschland und Zentraleuropa gehört die Hausstaubmilbenallergie neben der Pollenallergie, auch bekannt als Heuschnupfen, zu den am weitesten verbreiteten allergischen Krankheitsbildern.
Die Symptome äußern sich, je nach Grad der Allergie, verschiedentlich. Hausstaubmilbenallergie kann zu geröteten Augen, geschwollenen Schleimhäuten, Verstopfung der Nase, Schnupfen, Atemnot, Hustenreiz und Husten bis hin zu Asthma führen.

Was kann ich tun?

Die Unannehmlichkeiten und Beschwerden, zu denen es durch eine solche allergische Reaktion kommt, können sowohl durch Maßnahmen in der häuslichen Umgebung als auch medikamentös in Grenzen gehalten werden.
Wichtig sind vor allem einige Grundregeln, die Allergiker in ihrem eigenen Haushalt beachten sollten. Dazu zählt vor allem die Wohnungseinrichtung in der Frage textiler Materialien. Besonders beim Kauf einer Matratze sollte auf die Empfindlichkeit gegen Hausstaubmilben geachtet werden. Im Allgemeinene empfiehlt es sich, Matratzen generell etwa alle sieben bis acht Jahre auszutauschen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass es sich um eine spezielle Matratze für Allergiker handelt, diesbezüglich kann man sich jederzeit im Fachhandel informieren und beraten lassen.
Auf Teppiche in der Wohnung sollte bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben weitestgehend verzichtet werden, auch Teppichböden sind denkbar ungeeignet. Stattdessen empfiehlt es sich, Fußböden mit glatter Oberfläche zu bevorzugen, beispielsweise Fliesen, Parkett oder PVC-Böden. In Teppichen setzt sich Staub fest, der auch trotz sehr regelmäßiger Reinigung zu Beschwerden und allergischen Reaktionen führen kann.
Auch Gardinen oder Vorhänge sind nicht zu empfehlen, stattdessen sollten Jalousien aus Kunststoff oder Metall verwendet werden, die den Vorteil mit sich bringen, dass sie leichter zu reinigen sind.
Bei Couchgarnituren und Sesseln sollten Materialien wie Leder oder Kunstleder bevorzugt werden.

Bei einer Hausstaubmilbenallergie ist es von großer Wichtigkeit, die Wohnung oder das Haus in sehr regelmäßigen Abständen und sehr gründlich zu reinigen. Gerade das Abstauben von Schränken, Regalen und Dekogegenständen, die oft als Staubfänger fungieren, empfiehlt sich, vorzugsweise mit einem nassen Tuch. So kann der Staub sich nicht festsetzen und allergische Reaktionen können weitestgehend vermieden werden.
Auch regelmäßiges Lüften der Wohnräume trägt dazu bei, Beschwerden vorzubeugen. Hausstaubmilben bevorzugen ein feuchtes und warmes Klima, bei regelmäßiger Zufuhr von frischer Luft verringert sich das Risiko, dass sich die Milben in Textilien festsetzen.

Eine medikamentöse Linderung der Beschwerden ist ebenfalls möglich. Bei allergischen Reaktionen werden Histamine freigesetzt, die zu den aufgezählten Unannehmlichkeiten führen. Dagegen können Antihistamine eingenommen werden, meist in Tablettenform und kostengünstig sowie ohne Rezeptpflichtigkeit in er Apotheke zu erstehen. Bedacht werden kann auch die Möglichkeit einer Hypersensibilisierung, bei der dem Körper, im Regelfall durch Spritzen, in gewissen Abständen die allergieauslösenden Substanzen zugeführt werden, um ihn derart gegen diese zu immunisieren. Die Hypersensiblisierung sollte mit dem Haus- oder auch mit dem Hautarzt besprochen werden.

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