Das Problem des Erkennen´s ob schwere oder leichte Krankheit ist gar nicht so einfach. Als Beispiel ist die gute alte Virusgrippe nahezu klassisch (und auch im Text zu finden) selbstverständlich kann man mit Antibiotika keine Virusgrippe oder Viruspneumonie behandeln (antivirale Therapie ist generell schwer und bis jetzt nur bei Herpes-, Zytomegalie- und Hepatitis B/C Virus möglich). Das Problem ist aber, daß z.B. durch die Virusgrippe das Immunsystem so geschwächt wird, daß dann die Pneumokokken häufig zur bakteriellen Lobärpneumonie führen, mit entsprechend schweren Folgen. Was also tun? Dazu kommte dann noch der Patient, der eine stetig größer werdende Anspruchshaltung entwickelt und sich ohne ein Medikament gar nicht behandelt fühlt. Als Fehler der Medizinpolitik muß man auch eindeutig sagen, daß man zu Unrecht den Patienten das Gefühl vermittelt hat, Medizin könnte alles, zu häufig verwechseln Patienten ihren Arzt mit der Autowerkstatt. Es wird jahrelang ungesund gelebt, geraucht, getrunken, zu viel gegessen, kein Sport und wenn dann etwas kaputt geht wird der Doktor das Teil schon reparieren. Ich finde jeder Patient sollte eine persönliche Visitenkarte führen, in dem er seine gesundheitlich schädigenden Aktivitäten zusammenfasst. Auf der Visitenkarte sollte stehen, wie viele Zigaretten pro Tag konsumiert werden, wie man sich ernährt, etc. Solch eine Visitenkarte würde Hausärzten und Klinken einen bessern Überblick über den Patienten verschaffen und ein Heilprozess kann schneller eintreten.
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Cannabis als Medizin? – Signifikantes Pfeifen
Schön, dass es Dir gut geht und Du ohne Drogen Deinen Spass hast. Schön für Dich, dass Du gerne über andere lachst, und ganz toll, dass Du dabei Behinderte und dergleichen aus lässt. Kiffer sind natürlich alle selbst “Schuld”. Nur übersiehst du dabei eine Kleinigkeit. Es gibt Leute, die massive Probleme im Leben haben. Sei es in der Familie, im Bekanntenkreis, etc. Ab einem gewissen Maß kann man die Probleme nicht einfach abstreifen und vergessen, und wenn man sie auch nicht lösen kann (weil man leider dazu verdammt ist, anderen dabei zuzugucken, wie sie sich zerstören, oder wie Personen die man liebt von anderen zerstört werden), kann es durchaus sein, dass man Gedankenmuster entwickelt, die man ohne weiteres nicht mehr verlassen kann. In so einer Situation gibt es viele, die sich einfach den Strick nehmen, vor den Zug werfen, oder so etwas. Lachst Du über die auch? Und wenn jemand jetzt entscheidet, dass er noch zuviel Verantwortung zu (er)tragen hat, um einfach den Sack zuzumachen, und statt dessen einfach nur hin und wieder einen Abend “frei” haben möchte, ist der dann weniger Wert als jemand, der in der Situation das Handtuch wirft? Ich denke, zumindest in solchen Fällen ist Cannabis eher als Medizin zu rechnen. Sorry, aber Dein Schubladendenken klemmt. Entweder man darf über alles lachen, dann auch über behinderte, Ausländer, Schwule und andere Randgruppen. Oder man darf nur politisch korrekt lachen. Die Aussage, sie hätten sich ihr Laster selbst ausgesucht, ist bei einigen Kiffern ähnlich sinnvoll wie die Aussage einige Diabetiker hätten sich ihre Insulinabhängigkeit selbst ausgesucht. Dass das nicht bei allen (wahrscheinlich nicht mal bei der Mehrheit) gilt, steht auf einem anderen Blatt. Und was politische Korrektheit angeht: Ich bin für Gleichberechtigung von Randgruppen. Randgruppen haben genauso ein Recht darauf verarscht zu werden, wie jeder Durchschnittstyp auch. Auch Ausländer können doof sein, und auch Behinderte können echte Arschlöcher sein. Wer über mich lachen will, kann das auch gerne tun. Aber wer meint über ganze Bevölkerungsgruppen pauschal urteilen zu können, der macht sich ziemlich lächerlich.
medizin – Wege aus dem Bildungsnotstand
Möchtest du gern einen Herzschrittmacher bekommen, dessen Leistung nur geschätzt wurde vom Doktor? Herzschrittmacher habe eine definierte Leistung, da kann der Arzt nicht dran rumdrehen. Das einzige was der einstellt, ist die Frequenz. Und die richtet sich nach dem klinischen Bild des Patienten, und nicht nach Algebra. Oder die Kopfschmerztablette eines Elefanten, weil die Blutdruckwerte nicht berechnet, sondern geraten wurden? Blutdruckwerte misst man, die rechnet man nicht aus. Das ist ganz simples Abzählen, bzw. Ablesen. Desweiteren werden die meisten Medikamente in Dosis/kg verabreicht. Das ist Multiplikation. Grundschule. Woher weiß man, was ein Abiturient später mal gebrauchen könnte? Einstein war Sachbearbeiter im Patentamt. Er brauchte also nur Verwaltungskram zu lernen. Und trotzdem wird er heute als “Mathematiker des 20. Jahrhunderts” bezeichnet. Komisch, nicht? Richtig. Aber niemand sagt etwas dagegen, Grundlagen in allen Fächern für die Schüler verpflichtend zu machen. Aber Einstein hätte mit Sicherheit auch Mathe- und Physik-LK gewählt, hätte er gekonnt. Dafür braucht er aber nicht notwendigerweise mit Latein oder Griechisch gequält werden. Verstehe mich nicht falsch. Ich finde es gut, wenn es Schulen gibt, die einen universellen Bildungsanspruch haben, aber es sollte genauso Schulen geben, die eine frühe Spezialisierung ermöglichen.